Bild: Andreas Krebs

 

 

 

 

Reiner Michalke (*1956) ist Programmchef im Kölner "Stadtgarten" und künstlerischer Leiter des Moers Festival (ab 2006).

Nach dem Abitur (1975) begann Reiner Michalke mit dem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität zu Köln und der Musik an der Musikhochschule Köln.

Zwischen 1976 und 1986 arbeitete er als freischaffender Musiker in verschiedenen Gruppen (“Extempore”, "NoNett" u.a.) und von 1980 bis 1986 als Dozent für Bass, Gitarre und Ensemblespiel an der Musikschule Remscheid.

1978 gründete er die Initiative Kölner Jazz Haus e.V. (IKJH), dessen Vorsitzender er bis heute ist, und veranstaltete im gleichen Jahr das 1. Kölner Jazz Haus Festival.

Zwischen 1979 und 1985 bemühte sich die IKJH erfolgreich um das leerstehende Stadtgarten-Restaurant. Es folgte die Gründung der Stadtgartenrestaurant-Betriebs-GmbH, für die er seit Beginn als geschäftsführender Gesellschafter den Konzertbetrieb im 1986 eröffneten Konzertsaal leitet. Hier finden zur Zeit auf zwei Bühnen (Konzertsaal und “Studio 672”) jährlich ca. 400 Veranstaltungen aus dem Bereich der Aktuellen Musik (Jazz, World, Pop, experimentelle Musik) statt (www.stadtgarten.de).

Von 1989 bis 1996 war er künstlerischer Leiter des Festivals "post this & neo that" in der Kölner Philharmonie. Seit 1991 ist er Mitglied in der Künstlerischen Leitung der "MusikTriennale Köln" (1994, 1997, 2000, 2004, 2007), hier verantwortlich für den Programmbereich Jazz & Improvisierte Musik (www.musiktriennalekoeln.de). Für die MusikTriennale realisierte er u.a. die Erstaufführung von Carla Bley’s Oper “Escalator Over The Hill”.

Im Mai 2005 wurde er zum künstlerischen Leiter des Moers Festival berufen (www.moers.de/festival).

 

Produktions- und Beratungstätigkeiten

Neben seiner künstlerischen Programmarbeit für die o.g. Festivals und den "Stadtgarten" arbeitete Reiner Michalke seit 1982 als Produzent ("Stadtmusik" u.a.), Moderator (Jazzforum u.a.) und Programmmacher ("Off-Show" u.a.) für Hörfunk und Fernsehen des Westdeutschen Rundfunks, des Deutschlandfunks und der Deutschen Welle. Er übernahm ab 1987 für das WDR-Fernsehen die Fachberatung bei den Jazz-Festivals in Köln, Moers, Viersen und Leverkusen und produzierte für "Kanal 4" das TV-Konzertmagazin "Extempore".

1999 konzipierte er im Auftrag des Bundespresseamtes das kulturelle Rahmenprogramm für die ausländischen Journalisten beim Weltwirtschaftsgipfel in Köln. 2001 folgte die Gründung des „Büro für innovative Kulturprojekte und Kommunikation“ (bikk.) mit Büros in Köln und Berlin (www.bikk.de).

Für "bikk." produzierte er u.a. die Empfänge der Bundesregierung zu den Int. Filmfestspielen in Berlin (2001 und 2002), organisierte den Gründungsakt der Kulturstiftung des Bundes in Halle (2002), die Empfänge der Landesregierung NRW ("Kultur trifft Sport" in 2003 und 2004) in Düsseldorf und veröffentlichte im Auftrag des Landes NRW die „Studie zu den Spielstätten für Aktuelle Musik in NRW“ (2004).

 

Gremientätigkeit

Neben einer intensiven Reisetätigkeit, die ihn zu allen internationalen Jazzfestivals und regelmäßig in die USA führt, war Reiner Michalke von 1992 bis 2005 Vorstandsmitglied im "Europe Jazz Network" (www.europejazz.net), dem Zusammenschluss europäischer Konzertdirektoren und begleitete von 2002 bis 2004 das Projekt "Europe Jazz Odyssey" im Rahmen des EU-Förderprogramms "Kultur 2000". Er ist Mitglied in der Bundeskonferenz Jazz und dort zuständig für Europafragen.

Darüber hinaus war er bis Mai 2005 Sprecher des Off Cologne - Verband mittelständischer Kulturwirtschaftsbetriebe e.V., Sprecher des KulturNetz Köln - einem Zusammenschluss der Freien Kulturszene und “Sachkundiger Einwohner” im Kulturausschuss des Rates der Stadt Köln (für Bündnis 90/die Grünen).

 

Reiner Michalke lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Köln.